
Im Alltag läuft Schmierung oft „nebenher“: Ein paar Minuten mit der Fettpresse, ein Eimer Fett hier, etwas Stillstand da. Genau hier verstecken sich jedoch Kosten, die in Summe enorm werden:
Ein TCO-Rechner macht all diese Positionen sichtbar und vergleichbar und beantwortet damit genau die Frage: „Was kostet uns manuelle Schmierung wirklich und was bringt uns automatische Schmierung unterm Strich?“
Für eine saubere Total-Cost-of-Ownership-Betrachtung sollten mindestens folgende Bausteine berücksichtigt werden:
a) Arbeitszeit für Schmiergänge
Formel:
Anzahl Schmierstellen × Zeit pro Schmierstelle × Intervalle pro Jahr = Arbeitszeit pro Jahr
Beispiel:
100 Schmierstellen × 5 Minuten × 10 Intervalle = 5000 Minuten ≈ 83,3 Stunden
Diese Stunden werden mit dem vollständigen Stundensatz (inkl. Lohnnebenkosten) der Instandhaltung oder des entsprechenden Mitarbeiters bewertet.
b) Fettverbrauch und Materialkosten
Beispielrechnung:
10 g Fett × 10 Wartungszyklen × 100 Lager = 10 kg Fett pro Jahr
Materialkosten:
Fettmenge pro Jahr × €/kg = jährliche Fettkosten
In der Praxis liegt der reale Verbrauch bei manueller Schmierung häufig darüber, weil „zur Sicherheit“ mehr Fett gegeben wird.
c) Stillstandszeiten durch Schmierung
Formel:
Anzahl Schmierstellen × Zeit pro Schmierstelle × Intervalle pro Jahr = Stillstandszeit
Dies entspricht im Beispiel ebenfalls ca. 83,3 Stunden pro Jahr, die z. B. in Produktionswert pro Stunde umgerechnet werden können.
d) Indirekte Kosten durch Schmierfehler
Diese Position wird oft unterschätzt:
Im TCO-Rechner können Sie diese zunächst konservativ als Prozentsatz der Lager- und Wartungskosten oder auf Basis historischer Daten (Ausfälle pro Jahr) ansetzen.
Gesamtkosten manuelle Schmierung pro Jahr =
Arbeitszeitkosten + Fettkosten + Stillstandskosten + (optionale Schmierfehler-/Reinigungskosten)
Bei der automatischen Schmierung verschiebt sich der Kostenfokus: weniger operative Schmierzeit, dafür planbare Kosten für Schmierstoffgeber.
a) Arbeitsaufwand für Montage und Wechsel
Formel:
Anzahl Schmierstellen × Wechselintervalle pro Jahr × Zeit pro Wechsel
Beispiel (GREASEMAX® 6 Monate):
100 Schmierstellen × 1 Wechsel pro Jahr × 3 Minuten = 300 Minuten ≈ 5 Stunden
b) Personalkosten automatische Schmierung
Stundensatz × Arbeitszeit (z. B. 5 h) = Arbeitskosten pro Jahr
c) Kosten für Schmierstoffgeber
Anzahl Schmierstellen × Preis pro Schmierstoffgeber × Wechselintervalle pro Jahr = Materialkosten automatische Schmierung
Da automatische Einzelpunktschmierstoffgeber exakt definierte Mengen über die Laufzeit abgeben, sinkt der Fettverbrauch typischerweise um 20–25%, gleichzeitig verhindert sich Überschmierung mit ihren Folgekosten.
Gesamtkosten automatische Schmierung pro Jahr =
Arbeitszeitkosten + Schmierstoffgeberkosten
Optionale Einsparpotenziale können zusätzlich berücksichtigt werden:
Jährliche Einsparung =
Gesamtkosten manuelle Schmierung − Gesamtkosten automatische Schmierung
Zusätzlich können Sie den Amortisationszeitraum ausweisen:
Amortisationszeit =
Investition in automatische Schmierung ÷ jährliche Einsparung
Gerade für Einkaufs- und Projektmanagementebene ist diese Darstellung entscheidend, weil sie aus einem vermeintlich „zusätzlichen Produkt“ (Schmierstoffgeber) eine klar rechenbare Investition mit Return-on-Investment macht.
Neben den direkt messbaren TCO-Effekten bietet automatische Schmierung weitere Vorteile, die sich mittelbar ebenfalls auszahlen:
Diese Punkte lassen sich in Ihrem TCO-Rechner z. B. als reduzierte Störungsfälle, verhinderte Krankheitsfälle oder geringere Lagerkosten pro Jahr abbilden.
Ein gut aufgebauter TCO-Rechner für Schmierung macht aus der Frage „Automatische Schmierung ja oder nein?“ eine klare, faktenbasierte Entscheidung.
Wer Arbeitszeit, Stillstand, Fettverbrauch und Folgekosten sauber erfasst und mit den definierten Kosten automatischer Schmierstoffgeber vergleicht, erkennt schnell:
Genau hier setzt Ihr TCO-Rechner an: Er macht diese Effekte transparent und hilft Betreibern, Instandhaltern und Einkäufern, Schmierung als das zu sehen, was sie ist, einen strategischen Hebel für Effizienz, Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit.





