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January 27, 2026
Grundlagen

TCO-Rechner: Kostenvergleich manuell vs. automatisch Schmierung.

Warum ein TCO-Rechner für Schmierung sinnvoll ist

Im Alltag läuft Schmierung oft „nebenher“: Ein paar Minuten mit der Fettpresse, ein Eimer Fett hier, etwas Stillstand da. Genau hier verstecken sich jedoch Kosten, die in Summe enorm werden:

  • Arbeitszeit von qualifiziertem Personal.
  • Produktive Maschinenzeit, die für das Abschmieren verloren geht.
  • Mehrverbrauch an Fett durch Sicherheits-Hübe und Überschmierung.
  • Folgen von Unter- oder Überschmierung wie Lagerausfälle, Nacharbeit und Energieverluste.
  • Linienstillstände durch frühzeitigen Ausfall wichtiger Komponenten
  • ..

Ein TCO-Rechner macht all diese Positionen sichtbar und vergleichbar und beantwortet damit genau die Frage: „Was kostet uns manuelle Schmierung wirklich und was bringt uns automatische Schmierung unterm Strich?“

1. TCO manuelle Schmierung: Welche Kosten gehören dazu?

Für eine saubere Total-Cost-of-Ownership-Betrachtung sollten mindestens folgende Bausteine berücksichtigt werden:

a) Arbeitszeit für Schmiergänge
Formel:
Anzahl Schmierstellen × Zeit pro Schmierstelle × Intervalle pro Jahr = Arbeitszeit pro Jahr

Beispiel:
100 Schmierstellen × 5 Minuten × 10 Intervalle = 5000 Minuten ≈ 83,3 Stunden

Diese Stunden werden mit dem vollständigen Stundensatz (inkl. Lohnnebenkosten) der Instandhaltung oder des entsprechenden Mitarbeiters bewertet.

b) Fettverbrauch und Materialkosten
Beispielrechnung:
10 g Fett × 10 Wartungszyklen × 100 Lager = 10 kg Fett pro Jahr

Materialkosten:
Fettmenge pro Jahr × €/kg = jährliche Fettkosten

In der Praxis liegt der reale Verbrauch bei manueller Schmierung häufig darüber, weil „zur Sicherheit“ mehr Fett gegeben wird.

c) Stillstandszeiten durch Schmierung
Formel:
Anzahl Schmierstellen × Zeit pro Schmierstelle × Intervalle pro Jahr = Stillstandszeit

Dies entspricht im Beispiel ebenfalls ca. 83,3 Stunden pro Jahr, die z. B. in Produktionswert pro Stunde umgerechnet werden können.

d) Indirekte Kosten durch Schmierfehler
Diese Position wird oft unterschätzt:

  • Lager- und Dichtungsschäden durch Unter-/Überschmierung.
  • Höherer Energieverbrauch durch Reibung.
  • Reinigungsaufwand bei Fettverschmutzungen.

Im TCO-Rechner können Sie diese zunächst konservativ als Prozentsatz der Lager- und Wartungskosten oder auf Basis historischer Daten (Ausfälle pro Jahr) ansetzen.

Gesamtkosten manuelle Schmierung pro Jahr =
Arbeitszeitkosten + Fettkosten + Stillstandskosten + (optionale Schmierfehler-/Reinigungskosten)

2. TCO automatische Schmierung (z. B. GREASEMAX®)

Bei der automatischen Schmierung verschiebt sich der Kostenfokus: weniger operative Schmierzeit, dafür planbare Kosten für Schmierstoffgeber.

a) Arbeitsaufwand für Montage und Wechsel

Formel:
Anzahl Schmierstellen × Wechselintervalle pro Jahr × Zeit pro Wechsel

Beispiel (GREASEMAX® 6 Monate):
100 Schmierstellen × 1 Wechsel pro Jahr × 3 Minuten = 300 Minuten ≈ 5 Stunden

b) Personalkosten automatische Schmierung

Stundensatz × Arbeitszeit (z. B. 5 h) = Arbeitskosten pro Jahr

c) Kosten für Schmierstoffgeber

Anzahl Schmierstellen × Preis pro Schmierstoffgeber × Wechselintervalle pro Jahr = Materialkosten automatische Schmierung

Da automatische Einzelpunktschmierstoffgeber exakt definierte Mengen über die Laufzeit abgeben, sinkt der Fettverbrauch typischerweise um 20–25%, gleichzeitig verhindert sich Überschmierung mit ihren Folgekosten.

Gesamtkosten automatische Schmierung pro Jahr =
Arbeitszeitkosten + Schmierstoffgeberkosten

Optionale Einsparpotenziale können zusätzlich berücksichtigt werden:

  • Weniger lagerbedingte Ausfälle
  • Weniger Reinigungsaufwand
  • Geringerer Energieverbrauch durch optimal geschmierte Lager
  • Weniger Personaleinsatz
  • Erhöhte Arbeitssicherheit

3. Einsparung und payback berechnen

Jährliche Einsparung =
Gesamtkosten manuelle Schmierung − Gesamtkosten automatische Schmierung

Zusätzlich können Sie den Amortisationszeitraum ausweisen:

Amortisationszeit =
Investition in automatische Schmierung ÷ jährliche Einsparung

Gerade für Einkaufs- und Projektmanagementebene ist diese Darstellung entscheidend, weil sie aus einem vermeintlich „zusätzlichen Produkt“ (Schmierstoffgeber) eine klar rechenbare Investition mit Return-on-Investment macht.

4. Entscheidende Pluspunkte der automatischen Schmierung

Neben den direkt messbaren TCO-Effekten bietet automatische Schmierung weitere Vorteile, die sich mittelbar ebenfalls auszahlen:

  • Höhere Arbeitssicherheit, da gefährliche Schmierstellen über Schlauchleitungen verlegt und nicht mehr im laufenden Betrieb angefahren werden müssen.
  • Stabile Lagerbedingungen, weniger Temperatur- und Reibungsspitzen, dadurch längere Lebensdauer der Komponenten.
  • Bessere Planbarkeit, da Wechselintervalle klar definiert sind (z. B. 1, 3, 6, 12 Monate) und sich perfekt in Wartungsfenster einbinden lassen.

Diese Punkte lassen sich in Ihrem TCO-Rechner z. B. als reduzierte Störungsfälle, verhinderte Krankheitsfälle oder geringere Lagerkosten pro Jahr abbilden.

Ausblick: TCO-Rechner als Entscheidungswerkzeug

Ein gut aufgebauter TCO-Rechner für Schmierung macht aus der Frage „Automatische Schmierung ja oder nein?“ eine klare, faktenbasierte Entscheidung.

Wer Arbeitszeit, Stillstand, Fettverbrauch und Folgekosten sauber erfasst und mit den definierten Kosten automatischer Schmierstoffgeber vergleicht, erkennt schnell:

  • Manuelle Schmierung ist meist deutlich teurer, als sie auf den ersten Blick wirkt.
  • Automatische Schmierung senkt Total Cost of Ownership, erhöht Arbeitssicherheit und verlängert die Lebensdauer von Lagern und Anlagen.

Genau hier setzt Ihr TCO-Rechner an: Er macht diese Effekte transparent und hilft Betreibern, Instandhaltern und Einkäufern, Schmierung als das zu sehen, was sie ist, einen strategischen Hebel für Effizienz, Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit.

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