
Ein automatischer Schmierstoffgeber kann nur dann sein volles Potenzial entfalten, wenn er von Anfang an richtig ausgelegt und installiert wird. Wer diesen Schritt unterschätzt und den Schmierstoffgeber einfach einschraubt, ohne die Schmierstelle vorzubereiten oder die Laufzeit auf die Anwendung abzustimmen, verschenkt einen erheblichen Teil des Nutzens. Die gute Nachricht: Die Installation ist unkompliziert, wenn man die richtigen Schritte in der richtigen Reihenfolge durchführt. Diese Anleitung erklärt, worauf es bei der Montage ankommt, von der Auslegung bis zum laufenden Betrieb.
Bevor der Schmierstoffgeber montiert wird, müssen drei Entscheidungen getroffen sein: Laufzeit, Schmierstoffauswahl und Montageart.
Laufzeit wählen: GREASEMAX® ist in vier Laufzeiten verfügbar: 1, 3, 6 und 12 Monate. Die richtige Wahl hängt von Lagergröße, Belastung und Umgebungstemperatur ab. Als Grundregel gilt: Kurze Laufzeiten von 1 oder 3 Monaten für große, stark belastete Lager oder raue Umgebungen mit Staub und Feuchtigkeit. Längere Laufzeiten von 6 oder 12 Monaten für kleine, moderat belastete Lager unter normalen Bedingungen.

Schmierstoff auswählen: Die Befüllung des Schmierstoffgebers muss zur jeweiligen Anwendung passen. Relevante Kriterien sind der Temperaturbereich der Schmierstelle, Wasserbeständigkeit, Lebensmitteltauglichkeit bei Bedarf sowie Herstellerfreigaben für das betreffende Lager. Im Zweifel sollte der Schmierstoff identisch oder zumindest vollständig kompatibel mit dem bereits an der Schmierstelle verwendeten Fett sein.
Unsere Schmierstoffauswahl finden Sie unter folgendem Link: Schmierstoffe
Gerne stehen wir Ihnen jederzeit beratend zur Seite.
Montageart festlegen: Für gut zugängliche Schmierstellen mit geringen Vibrationen und ohne besondere Verschmutzung ist die direkte Montage am Schmierpunkt die einfachste und zuverlässigste Lösung. Bei starken Vibrationen, hohem Schmutzanfall, Hitze oder schwieriger Zugänglichkeit empfiehlt sich die indirekte Montage über eine Schlauchleitung. So sitzt der Schmierstoffgeber an einer sicheren, gut erreichbaren Position, während die Schmierstelle kontinuierlich versorgt wird.

Die Vorbereitung der Schmierstelle ist der Schritt, der in der Praxis am häufigsten übersprungen wird und gleichzeitig einer der wichtigsten. Nur wenn die Schmierstelle sauber vorbereitet und vorgeschmiert ist, kann der Schmierstoffgeber vom ersten Tag an wirksam arbeiten.
Zunächst wird die Schmierstelle gründlich gereinigt: Alte Fett- und Schmutzreste werden vollständig entfernt. Anschließend wird der vorhandene Schmiernippel entfernt und bei Bedarf ein passendes Reduzierstück oder Adaptergewinde eingeschraubt. Der nächste Schritt ist die Vorschmierung. Bei direkter Montage wird die Schmierstelle mit dem gleichen oder einem vollständig kompatiblen Schmierstoff gefüllt. Bei indirekter Montage über eine Schlauchleitung müssen sowohl die Schmierstelle als auch die gesamte Schlauchleitung vollständig mit Schmierstoff befüllt werden, andernfalls muss der Schmierstoffgeber zunächst das Luftpolster in der Leitung verdrängen, bevor Fett an der Schmierstelle ankommt, was den Schutz in der Anfangsphase beeinträchtigt. Abschließend wird die Dichtheit aller Verbindungen geprüft, um sicherzustellen, dass keine Leckagen an Gewinden oder Übergängen auftreten.
GREASEMAX® wird über den Startdeckel aktiviert und arbeitet danach vollständig autark. Die Aktivierung erfolgt in wenigen Handgriffen. Schutzbrille und Handschuhe sind dabei zu tragen.
Den Startdeckel eindrehen, bis die Auslöseschraube hörbar eindringt, anschließend weiterdrehen, bis der Deckel maximal fest sitzt und mit einem Werkzeug als Hebel vollständig festziehen. Das geplante Wechseldatum auf dem Schmierstoffgeber notieren, damit der Wechseltermin im laufenden Betrieb jederzeit sichtbar ist. Die Schutzkappe am Gewinde entfernen und den Schmierstoffgeber entweder direkt in das Gewinde am Lager beziehungsweise Adapter eindrehen oder an die vorbereitete Schlauchleitung anschließen.
Nach der Aktivierung startet intern die chemische Antriebsreaktion und baut einen konstanten Druck auf, der über die gesamte eingestellte Laufzeit gleichmäßig und kontinuierlich Schmierstoff in die Schmierstelle fördert. Ohne externe Energie, ohne Elektronik und ohne weiteren manuellen Eingriff.
Nach der Montage versorgt GREASEMAX® die Schmierstelle selbstständig für die gesamte Laufzeit. Manuelles Nachschmieren entfällt vollständig. Im laufenden Betrieb sind lediglich drei Dinge regelmäßig zu prüfen: ob der Schmierstoffgeber zum notierten Wechseltermin ausgetauscht wird, ob ungewöhnliche Temperaturen oder Geräusche an der Schmierstelle auftreten und ob Leckagen an Verbindungen oder Gehäusen sichtbar sind. Diese Kontrolle lässt sich in wenigen Sekunden im Rahmen ohnehin durchgeführter Inspektionsrunden erledigen.
Der Nutzen ist unmittelbar spürbar: kontinuierliche, druckarme Schmierung ohne Spitzenbelastung für Dichtungen, gleichmäßiger Schmierfilm und verlängerte Lebensdauer von Lagern und Komponenten, deutlich reduzierter Schmierstoffverbrauch durch das Ende der Überschmierung mit der Fettpresse sowie erheblich weniger Zeitaufwand für die Instandhaltung, weil Schmierstellen in gefährlichen oder schwer zugänglichen Bereichen nicht mehr regelmäßig manuell angefahren werden müssen.





