Tipps für sichere Montage und Wartung von automatischen Schmierstoffgebern
Ziel: Sicher, dicht und dauerhaft funktionsfähig
Unsachgemäße Montage an Schmierstellen führt zu Undichtigkeiten, verstopften Leitungen, beschädigten Dichtungen oder sogar plötzlichem Ausfall.
Best Practices zielen deshalb immer auf drei Dinge:
sichere Positionierung des Schmierstoffgebers,
dichte, strömungsgünstige Leitungen und Anschlüsse,
klare und sichere Arbeitsabläufe für das Wartungspersonal.
1. Montage an der Schmierstelle: Direkt oder indirekt
Direkte Montage
Direkte Montage ist sinnvoll, wenn:
die Schmierstelle gut zugänglich ist
nur geringe Vibrationen und Stoßbelastungen auftreten
die Umgebung relativ sauber und trocken ist
keine Umgebungsgefahren für das Wartungspersonal gegeben sind
Das Vorgehen:
Schmierstelle reinigen
Schmiernippel aus dem Lagergehäuse entfernen, Gewinde prüfen
Bei abweichenden Gewinden passende Reduzierstücke oder Adapter verwenden.
Aktivierten Schmierstoffgeber (z. B. GREASEMAX®) handfest in das Gewinde eindrehen.
Indirekte Montage (Remote-Montage)
Indirekte Montage empfiehlt sich bei:
hoher Vibration oder Stoßbelastung
starker Verschmutzung, Hitze oder Spritzwasser
gefährlich oder schlecht zugänglichen Schmierstellen (Höhen, Einhausungen, rotierende Bereiche).
Das Vorgehen:
Schmierstelle vorbereiten, Adapter montieren.
Schlauchleitung sauber, knickfrei und möglichst kurz (bis zu 2m) verlegen; enge Radien und scharfe Kanten vermeiden, da sie den Fluss behindern.
Leitung und Schmierstelle vor Inbetriebnahme mit dem vorgesehenen Schmierstoff vorfüllen, um Lufttaschen zu vermeiden.
Schmierstoffgeber an einem gut zugänglichen, geschützten Ort. (z. B. am Maschinenrahmen, Geländer) montieren (maximal 2m Entfernung)
2. Aktivierung des Schmierstoffgebers
Schutzbrille und Handschuhe tragen
Startdeckel vollständig eindrehen, bis die Auslöseschraube hörbar durchbricht.
Startdeckel anschließend mit Hilfe eines Werkzeuges festziehen, um eine druckdichte Verbindung sicherzustellen.
Wechseldatum gut sichtbar auf dem Schmierstoffgeber notieren und ggf. im Wartungsplan/CMMS eintragen.
Verschlusskappe am Anschlussgewinde entfernen, dann den aktivierten Schmierstoffgeber handfest in den vorbereiteten Schmierpunkt bzw. die Leitung eindrehen.
3. Sichere Wartung
Sichtkontrolle: Sind Leckagen, locker gewordene Verbindungen, beschädigte Leitungen oder ungewöhnliche Fettansammlungen sichtbar?
Mechanische Kontrolle: Halterungen, Schellen und Leitungsbefestigungen prüfen, insbesondere in vibrierenden Anlagen.
Bei jedem Wechsel:
Alten Schmierstoffgeber demontieren und gemäß Richtlinien entsorgen.
Schmierstelle kurz inspizieren, anschließend neuen aktivierten Schmierstoffgeber montieren.
Ausblick:
Sichere Montage und Wartung an Schmierstellen ist weit mehr als ein „Nebenjob“ der Instandhaltung. Wer Schmierstoffgeber technisch korrekt montiert, Leitungen sauber verlegt, Dichtheit prüft und klare Sicherheits- und Wartungsroutinen etabliert, schützt Komponenten, verlängert Lebensdauer und reduziert Stillstands- und Unfallrisiken deutlich. Automatische Schmierstoffgeber wie GREASEMAX® entfalten ihre volle Wirkung dann, wenn sie fachgerecht integriert und mit einem strukturierten Wartungskonzept kombiniert werden.
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